Podiumsdiskussion „Sexualität und Psyche“: Sexueller Missbrauch als kirchliches und gesellschaftliches Problem
- Nexis Redaktion

- 31. Jan. 2021
- 1 Min. Lesezeit
Komplexe Diskurse erfordern professionelle Führung
Die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch stellt sowohl kirchliche als auch säkulare Institutionen vor immense Herausforderungen. Im Rahmen der Fachtagung „Sexualität und Psyche“, ausgerichtet von der Katholischen Akademie Die Wolfsburg, übernahm Harriet Langanke die Moderation einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Unter dem Titel „Sexueller Missbrauch als kirchliches und gesellschaftliches Problem“ führte sie Fachexpertinnen und -experten aus Psychologie, Theologie, Medizin und Kirchenpolitik durch einen hochsensiblen und tiefgehenden Diskurs.
Interdisziplinäre Perspektiven auf Macht und Prävention
Zu den Gästen des virtuellen Panels gehörten unter anderem der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer, die Pastoraltheologin Dr. Barbara Haslbeck, die forensische Psychologin Monika Egli-Alge und der Chefarzt für Psychosomatik Dr. Dr. Stefan Nagel. Ein zentrales Thema der Diskussion (siehe Video ab Minute 29:38) war die Dekonstruktion starrer „Täter-Opfer-Narrative“ und die schonungslose Analyse der zugrundeliegenden Machtstrukturen, die sexualisierte Gewalt überhaupt erst begünstigen.
Die Debatte beleuchtete zudem die theologische Überhöhung des Priesteramtes, die Entstehung toxischer Abhängigkeitsverhältnisse in spirituellen Räumen sowie die Bedeutung professioneller forensischer Täterarbeit für eine nachhaltig wirksame Prävention.
Objektivität in sensiblen Themenfeldern
Mit ihrer Doppelqualifikation als Sexualwissenschaftlerin und zertifizierte Mediatorin stellte Harriet Langanke sicher, dass die Vielschichtigkeit des Themas objektiv und faktenbasiert erörtert wurde. Statt auf einfache Schuldzuweisungen zu setzen, lenkte sie den Fokus auf systemische Ursachen und institutionelle Verantwortung.
Dieses Engagement unterstreicht die Kernkompetenz des Redaktionsbüros Nexis: Die souveräne Leitung hochkomplexer Dialoge an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und Ethik. Es zeigt eindrucksvoll auf, wie unverzichtbar eine professionelle, neutrale und respektvolle Moderation ist, um gesellschaftliche Tabuthemen in einen konstruktiven Aufarbeitungsprozess zu überführen.

